Schmerzen im unteren Rücken kommen überall auf der Welt häufig vor und können die Lebensqualität erheblich beeinflussen.

In diesem Abschnitt der Website werden Sie über Pedikelschrauben, Neo Pedicle Screw System™ – und Cagesysteme, Neo Cage System™ von Neo Medical informiert.

Diese Information ersetzt keine persönliche Beratung durch Ihren Arzt oder andere medizinische Fachkräfte. Sie dient dazu, einige Ihrer Fragen zu beantworten und Sie zu weiteren Fragen anzuregen, die Sie zu diesem Verfahren vielleicht noch stellen möchten. Nicht alle hier gegebenen Informationen sind auf Ihre individuelle Behandlung oder Ihre Ergebnisse anwendbar.

Hintergrundinformationen

Über die Wirbelsäule

Die Wirbelsäule spielt in unserem Körper eine extrem wichtige Rolle. Sie stützt unseren Oberkörper, ist für unsere Haltung zuständig, ermöglicht Bewegung und Flexibilität und schützt das Rückenmark.
Sie besteht aus 24 Wirbeln und wird in verschiedene Abschnitte eingeteilt: Halswirbelsäule (zervikale Wirbelsäule), Brustwirbelsäule (thorakale Wirbelsäule), Lendenwirbelsäule (lumbale Wirbelsäule), Kreuzbein (Sakrum) und Steißbein (Coccyx).

Die Wirbel sind über Bandscheiben miteinander verbunden. Die Bandscheiben ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Jede Bandscheibe besteht aus zwei Komponenten, einem äußeren Faserring (Anulus fibrosus) und einem weichen, inneren Gallertkern (Nucleus pulposus). Diese beiden Bestandteile bewirken gemeinsam, dass die Wirbelsäule beweglich ist, und haben zudem eine stoßdämpfende Funktion. Jeder Wirbel hat oben und unten Gelenke, die ihn mit den angrenzenden Wirbeln verbinden, die sogenannten Facettengelenke.
Die Wirbel der Wirbelsäule sind so übereinander angeordnet, dass ihre Wirbelkanäle gemeinsam einen knöchernen Kanal bilden, welcher das Rückenmark vor Verletzungen und Infektionen schützt. Zwischen den Wirbeln befinden sich kleine Zwischenräume, aus denen die Spinalnerven austreten und in verschiedene Regionen des Körpers führen.

Ihre Erkrankung

Wodurch können Schmerzen verursacht werden?

Schmerzen im unteren Rücken sind ein häufig auftretendes Krankheitsbild. Etwa 80% aller Menschen leiden irgendwann im Laufe ihres Lebens an Schmerzen im unteren Rücken, welche die Muskulatur, Nerven und Knochen betreffen können. Zu den Erkrankungen im Bereich der Knochen und Gelenke, die zu Schmerzen im unteren Rücken führen, gehören angeborene, verschleißbedingte (degenerative) und verletzungsbedingte (traumabedingte) Krankheitsbilder. Die Symptome entstehen überwiegend durch Instabilität der Wirbelsäule oder durch Druck der Bandscheiben, Knochen und Bänder auf die Nervenwurzeln oder das Rückenmark.

Degenerative Bandscheibenerkrankung

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Wasser- und Proteingehalt der Knorpel in unserem Körper. Diese werden dadurch schwächer, dünner und brüchiger. Weil die Bandscheiben und Gelenke, über welche die Wirbelkörper miteinander verbunden sind (Facettengelenke) zum Teil aus Knorpel bestehen, sind diese Bereiche anfällig für degenerative Veränderungen. Die Veränderungen führen zum Vorfall, zur Vorwölbung oder zum Austritt von Bandscheibenbestandteilen. Dadurch kann Druck auf Nervenwurzeln und auf das Rückenmark ausgeübt werden, was unter anderem zu Symptomen wie Schmerzen im unteren Rücken oder zu Beinschmerzen führen kann.

Spinalkanalstenose

Eine Spinalkanalstenose ist eine Verengung im Spinalkanal der Wirbelsäule. Durch die daraus resultierende Verengung der Zwischenräume, die als Nervenaustrittspunkte dienen, kann es zum Druck auf die Nerven kommen, die durch die Wirbelsäule verlaufen. Spinalkanalstenosen treten meistens an der Lendenwirbelsäule oder an der Halswirbelsäule auf. Je nachdem, wo und wie stark sich die Verengung entwickelt, können Spinalnerven oder das Rückenmark so komprimiert werden, dass es zu Schmerzen, Kribbeln, Taubheit und/oder Schwäche kommt.

Spondylolisthese (Wirbelgleiten)

Spondylolisthese ist der lateinische Begriff für “verlagerter Wirbelkörper”, auch Wirbelgleiten genannt. Diese Diagnose wird dann gestellt, wenn ein Wirbel sich gegenüber dem darunter liegenden Wirbel nach vorne verschiebt. Dies kann bedingt sein durch den allgemeinen Alterungsprozess, bei welchem Knochen, Gelenke und Bänder schwächer werden und die Ausrichtung der Wirbelsäule gegebenenfalls nicht mehr korrekt halten können. Weitere Gründe können Belastungsfrakturen oder angeborene Anomalien sein, in seltenen Fällen tritt die Spondylolisthese auch tumor- oder verletzungsbedingt auf.

Degenerative Skoliose

Unter einer degenerativen Skoliose versteht man eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, bedingt durch die Degeneration von Facettengelenken und Bandscheiben, jenen Teilen der Wirbelsäule, die sie beweglich machen. Eine solche fortschreitende Degeneration und die daraus resultierende Asymmetrie kann sich langsam mit zunehmendem Alter entwickeln und Symptome wie Schmerzen im unteren Rücken oder im Bein verursachen.

Traumatische Knochen-und Gelenkverletzung

Frakturen (Brüche) an der thorakolumbalen Wirbelsäule (Brust-/Lendenwirbelsäule) und am Kreuzbein treten überwiegend bei älteren Menschen mit Osteoporose auf. Bei diesen Menschen können manchmal selbst kleinste Belastungen der Wirbelsäule zur Fraktur führen. Bei jüngeren Menschen treten Wirbelbrüche zumeist nach einem schweren Trauma auf, wie beispielsweise einem Verkehrsunfall oder einem Sturz.

Tumore

Schmerzen im unteren Rücken können auch von Tumoren in Wirbelknochen oder im Rückenmark ausgelöst werden, die an anderer Stelle ihren Ursprung haben und dorthin gestreut haben (Metastasen).

Behandlungsmöglichkeiten

Welche Behandlungsoptionen habe ich?

Mit Ihrem Arzt können Sie die für Sie geeigneten Behandlungsoptionen besprechen. Rückenschmerzen können häufig durch eine Kombination verschiedener konservativer Therapien behandelt werden, wie manuelle Therapie, Krankengymnastik, Medikamente und Veränderungen des Lebensstils.
Wenn sich die Symptome unter der konservativen Behandlung nicht verbessern oder sogar verschlimmern, empfehlen Ärzte unter Umständen eine Wirbelsäulenoperation.

Mit der sogenannten spinalen Fusion können problematische Wirbelsäulensegmente operativ versteift werden. Mithilfe von Metallschrauben, Stäben und Cageimplantaten werden dabei zwei oder mehrere aneinandergrenzende Wirbel fusioniert. Eine solche Fusion dient der Stabilisierung der Wirbelsäule. Die Bewegung einzelner Segmente wird dabei unterbunden, um damit verbundene Schmerzen zu beseitigen, indem verhindert wird, dass weiterhin Druck auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln ausgeübt wird.

Wenn bei Ihnen eine spinale Fusion im Brust- oder Lendenwirbelbereich durchgeführt werden soll, wird Ihr Arzt Sie beraten, ob das Neo Verfahren eine gute Option für Sie ist.

Was kann ich erwarten?